🇯🇵 S30 - Rennen 2 - 06.05.26 🇯🇵
– Kyoto Driving Park -
Noch liegt der Morgen über den Hügeln von Kyoto wie ein feiner Schleier. Die ersten Sonnenstrahlen kämpfen sich langsam durch den Dunst, während sich die Strecke Stück für Stück aus der Dunkelheit löst. Keine Großstadtkulisse, keine meterhohen Mauern – stattdessen grüne Hänge, sanfte Lichtstimmung und diese fast trügerische Ruhe, die so gar nicht dazu passen will, dass hier in wenigen Minuten Rennfahrer um Positionen kämpfen werden.
Nach dem turbulenten Saisonauftakt unter teils nassen Bedingungen wartet mit Kyoto Driving Park – Yamagiwa nun ein völlig anderer Charakter. Früher Morgen bleibt zwar das Motto, doch diesmal sind es nicht Regen und schlechte Sicht, die den Ton angeben, sondern eine technisch anspruchsvolle Strecke, die Rhythmusgefühl und Präzision belohnt. Fehler werden hier nicht unbedingt spektakulär, aber meist teuer.
🔑 Key-Features der Strecke:
- Variante: Yamagiwa
- Tageszeit: Früher Morgen
- Rundenanzahl: 37
- Streckenlänge: 4.912 m
- Längste Gerade: 743 m
- Höhenunterschied: 38,6 m
- Anzahl Kurven: 15
📋 Streckenbeschreibung:
Das Rennen beginnt auf der langen Hauptgeraden, mit der schnellste Abschnitt der Strecke. Wer sauber aus der letzten Kurve (Kurve 15) herauskommt, hat hier freie Fahrt und baut maximales Tempo auf. Am Ende der Geraden geht man in einen weitgezogenen 180° Linksbogen.
Die Kurven 2-5 bilden eine wellenförmige Sequenz mit wechselnden Radien, wobei das Tempo relativ hoch bleibt.
Kurve 6 ist die weiteste Kurve des Layouts: eine lang geschwungene Linkskurve auf der westlichen Außenseite der Strecke. Sie lässt sich mit hohem Tempo durchfahren, verlangt aber eine saubere Linie – ein zu früher Apex drückt den Wagen am Ausgang nach außen und kostet auf dem folgenden Abschnitt Zeit.
Anschließend geht es auf die zweite längere Gerade - durch “Kurve 7” - weiter in Sektor 3 und den südlichen Teil der Strecke.
Dieser Sektor verlangt Präzision und sauberes Fahren. Kurven 8 und 9 liegen direkt hintereinander und sind
zwei enge Kurven in schneller Folge, die zusammen wie eine kleine Haarnadelkombination wirken. Kein Platz für Fehler – wer Kurve 8 falsch einlenkt, hat für Kurve 9 keine Linie mehr.
Kurve 10 leitet aus dem Engstück heraus und öffnet die Strecke in Richtung Süden. Kurve 11 ist ein leichter Rechtsschwenk, der Tempo sammelt für die nächste Bremszone.
Bei Kurve 12 handelt es sich um eine Links-Haarnadelkurve – die engste Kurve auf der Stecke. Wer hier einen späten Apex ansteuert, kann früh und sauber herausfahren und hat für den Infield-Abschnitt den besseren Ansatz.
Kurve 13 und 14 sind mittelschnelle Übergänge, die den Wagen vom äußeren Kurs ins Infield führen.
Zum Schluss folgt mit Kurve 15 die letzte Haarnadelkurve, die dann direkt auf die 743 Meter lange Hauptgerade führt.
Wer hier perfekt rauskommt, kann nochmal einiges an Zeit gut machen. Wer zu früh einlenkt, zieht den Radius und verlässt die Kurve mit zu wenig Geschwindigkeit. Wer zu spät einlenkt, trägt den Wagen nach außen und verliert die Beschleunigungszone.


