🇯🇵 S30 - Rennen 1 - 29.04.26 🇯🇵
– 🌧️ High Speed Ring 🌧️ -
Es ist kurz nach fünf Uhr morgens. Der Himmel über dem High Speed Ring hängt schwer und grau, fast als würde er das, was gleich passiert, selbst beobachten wollen. Der Asphalt glänzt im fahlen Licht wie eine spiegelnde Fläche, auf der jede Bewegung, jeder Fehler sichtbar wird. Kein Lärm, kein Spektakel – nur das leise Prasseln des Regens, das Zischen der Reifen und diese angespannte Ruhe, die man nicht hören, aber deutlich spüren kann.
Der Startschuss für Saison 30 beginnt in Japan. Die aWL legt direkt mit einer Kombination los, die kaum Zeit zum “chillen” läss. Auf dem High Speed Ring, in der Rückwärtsvariante und eventuell mit Regen, braucht man nicht nur Tempo, sondern vor allem Gefühl im rechten Fuß und ein sauberes Händchen am Lenkrad.
🔑 Key-Features der Strecke:
- Variante: Rückwärts
- Tageszeit: Früher Morgen
- Rundenanzahl: 50
- Streckenlänge: 4.345 m
- Längste Gerade:1.060 m
- Höhenunterschied: 8,5 m
- Anzahl Kurven: 6
📋 Streckenbeschreibung:
Das Rennen beginnt auf der ca. 1.000 m langen Start-/Zielgerade. Von hier aus geht es direkt auf Kurve 1 zu – ein “tükischer” 180° Rechtsbogen, die in dieser Richtung deutlich spitzer wirkt als erwartet. Auf nassem Asphalt empfiehlt es sich auf jeden Fall sehr viel früher zu bremsen und das Fahrzeug vor dem Einlenken vollständig zu stabilisieren. Wer zu spät bremst oder zu früh einlenkt, verlässt die Ideallinie und schlägt im schlimmsten in die Leitplanke ein. Das wäre besonders ärgerlich, da man eine ganze Runde bis zur Box benötigt.
Nach Kurve 1 folgt eine kurze Beschleunigungsphase, bevor Kurve 2 als leichte Linkskurve kommt. Diese kann eigentlich mit Vollgas durchfahren werden. Dennoch sollte man auf die Linie achten, dass es einen nicht zu weit nach außen in Richtung Streckenbegrenzung drückt.
Am Tunnelausgang folgen die Kurven 3 und 4. Sie bilden eine schnelle Rechts-Links-Kombination. Im Regen sind diese beiden Kurven besonders tückisch: Die Oberfläche neigt hier dazu, Wasser zu sammeln, was den Grip spürbar reduziert. Die Linie sollte defensiv gewählt werden – lieber etwas weiter außen einlenken und den Kurvenausgang sichern, als innen zu riskieren.
Danach öffnet sich der schnelle Streckenabschnitt. In Kurve 5 ist nochmals Präzision gefragt: Der richtige Anfahrtswinkel entscheidet darüber, ob man den Schwung sauber mitnehmen und mit optimaler Geschwindigkeit auf die folgende lange Gerade beschleunigen kann. Kurve 6 hingegen lässt sich – auch bei nassen Bedingungen – im Idealfall voll durchfahren, da es sich um einen weiten, flüssigen Rechtsbogen handelt.
Anschließend geht es zurück auf die Start-Ziel-Gerade. Wer hier aufmerksam ist, versucht sich möglichst früh in den Windschatten des Vordermanns zu hängen – auf diesem Abschnitt kann das den entscheidenden Vorteil bringen.

