🇯🇵 09.09.26: Tokio Expressway 🇯🇵
– Rennen 7 –
Für das vorletzte Rennen der Saison geht es nach Japan auf den Tokyo Expressway. Die 6,56 Kilometer lange Strecke gehört zu den längeren und auch schnelleren Kursen und bietet nur wenig Platz für Fehler. Betonwände grenzen die Strecke ein, viele Kurven werden “blind” gefahren und die Ideallinie verläuft teilweise nur wenige Meter von der Begrenzung entfernt.
Zum Sonnenuntergang bekommt der ohnehin besondere Stadtkurs noch einmal eine ganz eigene Atmosphäre. Während die letzten Sonnenstrahlen zwischen den Hochhäusern verschwinden und die Beleuchtung des Expressways immer stärker zur Geltung kommt, geht es für die Fahrer um wichtige Punkte im Kampf um die Meisterschaft.
🔑 Key-Features der Strecke:
- Variante: Süd - gegen den Uhrzeigersinn
- Tageszeit: Sonnenuntergang
- Rundenanzahl: 30
- Streckenlänge: 6.560 m
- Längste Gerade: 900 m
- Höhenunterschied: 25,0 m
- Anzahl Kurven: 16
📋 Streckenbeschreibung:
Nach Start und Ziel geht es zunächst auf die schnelle Kurve 1 zu. Der Bremspunkt ist hier nicht leicht zu erkennen, denn die Kurve zieht sich und der Ausgang ist nicht vollständig einsehbar. Wer hier eine saubere Linie erwischt und früh wieder ans Gas geht, legt gleichzeitig den Grundstein für die folgende lange Passage.
Danach wartet mit den Kurven 2 bis 5 der sogenannte Dock-Bereich. Die eng aufeinanderfolgenden Kurven verlangen eine präzise Linienwahl und vor allem einen kontrollierten Umgang mit dem Gas. Besonders die Kombination aus den Kurven 2 und 3 sowie die anschließenden Richtungswechsel in 4 und 5 können viel Zeit kosten. Hier sollte man lieber etwas sauberer fahren, statt die Betonwand auf ihre Belastbarkeit zu testen.
Mit Kurve 6 folgt erneut eine schnelle, blinde Kurve. Auch hier ist Vertrauen gefragt, denn der Kurvenausgang wird erst spät sichtbar. Dafür geht es anschließend mit hohem Tempo durch den Tunnel und durch die Kurven 7 bis 10. Die schnellen Bögen lassen wenig Raum für Korrekturen. Eine ruhige Lenkung und möglichst wenig Geschwindigkeitsverlust sind hier entscheidend. Wer zu früh vom Gas geht, verschenkt wertvolle Zeit auf der folgenden Passage.
Am Ende dieses schnellen Abschnitts wartet auf der einen Seite in Kurve 11 der langsamste Punkt der Strecke und auf der anderen Seite auch die Einfahrt in die Boxengasse. Die Haarnadel erfordert eine deutliche Verzögerung und ist gleichzeitig eine wichtige Stelle für die folgende Beschleunigung. Wer hier zu spät bremst oder beim Herausbeschleunigen zu aggressiv ans Gas geht, verliert nicht nur Zeit, sondern riskiert auch einen Kontakt mit der Streckenbegrenzung.
Danach geht es in den letzten Streckenabschnitt. Die Kurven 12 bis 15 bilden eine enge Folge von mittelschnellen Richtungswechseln. Die Passage erinnert ein wenig an die Esses von Suzuka, ist allerdings deutlich enger und verzeiht noch weniger Fehler. Die richtige Linie durch diese Kombination entscheidet darüber, wie viel Geschwindigkeit bis zur letzten Kurve mitgenommen werden kann.
In Kurve 16 heißt es dann noch einmal konzentriert bleiben. Der Ausgang führt direkt zurück auf die lange Gerade Richtung Start und Ziel. Ein kleiner Fehler am Kurvenausgang kostet deshalb gleich auf der gesamten Geraden Zeit.


